Schritte gegen Tritte

Im Oktober hatte die Klasse 7/8 einen Projekttag, in dem strukturelle,  ethnische und personelle Gewalt thematisiert wurde. Anhand von Simulationsspielen, Quiz, Gesprächsgruppen und Filmen wurden die Themen Gewalt, Gewaltursachen und die Möglichkeiten darauf zu reagieren, besprochen. Das Projekt will Mut zur Zivilcourage fördern, ohne sich dabei in Gefahr zu bringen und will für das Thema Mobbing sensibilisieren. Es gibt den Schülern die Gelegenheit das Thema Gewalt im persönlichen Bereich zu registrieren und zu thematisieren. So wurde der Projektag damit begonnen, dass 3 Schülerinnen per Zufall auserwählt wurden, an einem reichlich gedeckten Tisch zu frühstücken, während die restlichen Schüler, in ihrer Rolle als „Flüchtlinge“ lediglich zuschauen durften. Die hierbei aufkommenden Gefühle wie Neid, Wut, Rache etc. wurden anschließend intensiv besprochen und auf die Flüchtlingsproblematik übertragen. Anschließend durften selbstverständlich alle Jugendlichen mit dem Lehrer und den Trainerinnen gemeinsam essen und trinken. Basierend auf der Anti-Rassismus- und Anti-Apartheidsarbeit in Südafrika, wurde das Projekt 1993 vom Ev.-luth. Missionswerk in Niedersachsen durch Pastor Klaus J. Burckhardt entwickelt und in Deutschland eingeführt. Als Multiplikatorin kam zu uns Frau Sabine Schuhmacher (Schulsozialarbeiterin, BZN Reutlingen).

Organisiert wurde das Projekt von Agnes Ellen Staigl (Schulsozialarbeiterin) und Markus Berger (KL 7/8).